02.- 07.01.2009 Kilimanjaro
Das Abenteuer Kilimanjaro beginnt ganz aehnlich, wie jenes am Mt. Meru. Rasante Fahrt zum Machame Gate, jede Menge Gepaeck und Traeger und viele Bergsteiger die warten, dass es endlich losgeht. Aber auch hier erfolgt irgendwann der Start und es geht durch tropischen Regenwald auf die Machame Hut in 3000m Hoehe. Aufgrund der vielen Bergsteiger und Traeger werden ab jetzt taeglich ganze Zeltstadte mit mehr oder wenigem Luxus errichtet. Wie ueblich wird es auch hier nach dem Sonnenuntergang empfindlich kalt. Man geht ins Zelt und bereitet sich auf den naechsten Tag vor. Shira Hut auf 3800m. Nach 4 stuendigem steilen, teilweise glitschigem Aufstieg, ist dieses naechste Camp erreicht. Wieder ist es ein Spektakel, wie die Traeger auf diesem Hochplateau die naechste Zeltstadt errichten. Am naechsten Tag steigen wir zuerst auf 4660m bei der Ueberschreitung des Lavatowers, naechtigen jedoch auf Baranco Hut mit 3950m. Dabei beginnt es waehrend des Abstieges sogar zu schneien und es wird kalt. Am naechsten Morgen herrlich angeschneite Landschaft mit vereisten Wegen. Der Aufstieg zur Barafu Hut fuehrt jedoch durch die Barafo Walls, die an diesemTag fuer Touristen und Traeger ein Kapitel fuer sich sind. Auch dies gelingt und wir erreichen bei Regen unser Ausgangslager fuer den morgigen Gipfeltag. Abmarsch 01:45. Schritt fuer Schritt bei angenehmer Temperatur arbeiten wir uns den Berg hinauf. Habe leider nicht meinen bestenTag erwischt und gehe die Sache langsam an. Nach etlichen Pausen ist endlich Stella Point erreicht und wir stehen alle gegen 08:00 am Uhuru Peak auf 5895m. Ein wirklich erhebends Gefuehl bei solchem herrlichem Wetter auf die weissen Stufengletscher und den verschneiten Krater zu blicken. Gegenueber Mawenzi und Mt. Meru. Toll! Nach ca. 20 Minuten in dieser Hoehe beginnt der lange Abstieg. Erreichen gegen17:00 Uhr Mweka Hut und fallen muede ins Zelt. Am naechsten Tag Abstieg zum Mweka Gate, welches wir gegen 09:30 erreichen. Das Abenteuer Kilimanjaro nimmt hier ein gutes und erfolgreiches Ende.
Reiseunterbrechung
Leider keine so gute Entwicklung nimmt der weitere Reiseverlauf. Am Abend des 09.01.2009 teilt mir Robert mit, dass er sich nicht mehr an die Funktion des Begleitfahrzeuges, wie zu Beginn der Reise vereinbart, gebunden fuehlt und jetzt selbststaendig seine Reise fortsetzen wird. Da mein Motorrad hinsichtlichTreibstoffreserve, Ersatzteile sowie Trinkwasser immer auf ein Auto angewiesen ist und war, ist es mir leider nicht mehr moeglich die Reise, wie urspruenglich geplant, fortzusetzen. Ich versende per Luftfracht das Motorrad und meine persoenlichen Sachen von Nairobi nach Wien und werde von dort aus die weitere Reise neu planen.
Es ist nur ein kleiner Zwischenstopp, nicht jedoch das Ende der Reise. Unvorhergesehene Ereignisse bieten immer die Chance fuer neu Richtungen und Wege! Das Ziel bleibt jedoch gleich: Kapstadt!!
Naechster Reisebeitrag folgt!!
Restart
Es ist schon etwas Zeit vergangen seit dem letzten Tagebucheintrag. Viel hat sich nicht getan während der letzten 3 Wochen. Geprägt war dieser Zeitraum von der „Lieferung“ meines Motorrades als Luftfracht sowie die Reorganisation der weiteren Rundreise. Aufgrund der soliden Transportkiste hat das Motorrad, bis auf den vorderen rechten Blinker, die Reise per Luftfracht ausgezeichnet überstanden. Ist auch schon wieder zusammengebaut und wurde bereits wieder gefahren. Somit hat die KTM die Strecke Wien -Nairobi- Wien erfolgreich hinter sich.
Die weitere Reise wird, wie ursprünglich geplant, durchgeführt. Nur halt mit einem gemieteten Geländewagen anstelle des Motorrades. Ich fliege am 18.02.2009 von Wien nach Windhoek, übernehme das Auto und besorge alle für die Reise erforderlichen Dinge. Die Route führt dann von Windhoek nach Botswana (Okowango Delta), Sambia (Victoria Falls) wieder zurück nach Namibia und dann Richtung Süden mit dem Ziel Kapstadt. Wird richtig gut schmecken das Achterl Rotwein mit Blick aufs Meer!
Windhoek/Maun
Tut richtig gut wieder unterwegs zu sein. Bin bereits am 18. 02.2009 nach Windhoek vorausgeflogen und habe alles rund ums Auto erledigt. Ging alles glatt und macht einen soliden Eindruck. Windhoek selbst ist eine nette Stadt mit rund 250 000 Ew. Eher selten fuer eine afrikanische Metropole. Alles ist auch sehr sauber und man koennte fast meinen, irgendwo in Europa zu sein. Auch preislich liegt es auf dem Niveau von Wien. Sind dann am 23.02.2009 (Henny, meine Frau begleitet mich jetzt die naechsten 3 Wochen) Richtung Botswana aufgebrochen. Guter Asphalt und kein Verkehr. Man faehrt stundenlang und begegnet vielleich 2 oder 3 Autos. Man freut sich auch ueber jede Kurve, da es fast nur gerade aus geht auf der Kalahari Dessert Road. Ziel war Maun, am Eingang ins Okowangodelta. Dort haben wir uns fuer eine 4 taegige Buschsafarie entschieden. Da das Camp im noerdlichen Delta liegt, war dies nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Hatte natuerlich den Vorteil, dass wir das gesamte Gebiet von oben ueberblicken konnten. Unglaublich schoen und man glaubt kaum, dass hier ein ganzer Fluss sein Ende findet und sich in das Delta ergiesst. Das Camp selbst (Little Kwara Lodge) war perfekt. Haben in Zelten gewohnt, wobei hier der Ausdruck Zelt etwas irrefuehrend ist. Einfach toll. Esssen sowieso. Aufgebaut war der Tagesablauf so, dass du morgens um 05:30 geweckt wurdest und du um 06:30 auf die erste Pirschfahrt gehst. Je nach Entfernung und Tieren die du siehst kommst du gegen 11:00 Uhr zurueck, bekommst deinen Brunch und es ist Siesta bis 16:00 Uhr. Dann geht es wieder raus auf Pirsch. So gegen 22:00 Uhr kommst du wieder zurueck. Oder spaeter, wenn du ein Rudel Loewen bei der Jagd verfolgst. (Die lassen sich vom Suchscheinwerfer nicht beirren) An Wildtieren gab es bis auf Rhino und Leopar alles zu sehen. Wirklich faszinierend wenn ein Elephantenbulle 3m neben deinem Auto auftaucht und du ganz still und klein in dem offenen Gelaendewagen sitzt. Morgen setzen wir unsere Rundreise in Richtung Victoriafaelle fort von wo ich mich wieder melden werde.
Victoriafalls-Etoshapan
Nachdem wir das Okowangodelta besucht hatten, waren unser naechstes Ziel die Victoriafaelle. Dazu reisten wir nach Zimbawe. Grenzuebertritt problemlos und auch die ca. 70 km Strasse waren passabel. Einzig auf die Elefanten und die auf der Strasse sitzenden Pavianfamilien erforderten erhoehte Aufmeksamkeit. Der Ort Victoia Falls selbst ist ein Touristenort mit tollen Hotels, wenig Besucher um diese Zeit und sehr aufdringliche Strassenverkaufer. Mit einem Helikopterflug ueber die Faelle erlebt man wirklich ein besonderes Spektakel. Die Weiterreise nach Sambia war eine Herausforderung. An der Grenze „hilft“ dir jemand der den Ablauf kennt. Du laeufst hinter ihm her, fuellst ewig viele Zetteln aus und bezahlst permanent. Fuer die 2 Stunden Simbawe und die 70 km waren gute 250 US faellig. Dann musst du noch mit einem Pontonboot ueber den Sambesi, um wieder nach Boswana zu gelangen. Dort kekst dich auch noch der Faehrmann an, wo du den eingereist bist. Bei diesen Erlebnissen war der Eindruck von Sambia eher bescheiden…Sind dann aber doch zeitgerecht in der Etoshapfanne eingetroffen und wurden da wieder mit grossem Tierreichtum belohnt. Was es da an riesigen Herden von Antilopen, Zebras, Springboecken und Straussen gibt, gewaltig. Elefanten haben wir leider nur 2 zu Gesicht bekommen, da waehrend der Regenzeit die Tiere ueberall Wasser finden und daher nicht die erreichbaren Wasserloecher aufsuchen muessen. Einige Strassen waren auch aufgrund von Ueberflutungen gesperrt. Weiter geht es jetzt Richtung Sueden wo wir den Fishrivercanyon besuchen wollen. Melde mich bald wieder

