Nur noch 14-Tage
Schön langsam wird es ernst mit dem Termin der Abreise. Der 1. Oktober rückt unaufhaltsam näher und wir sind immer noch nicht ganz fertig. Herausfordernd ist das Visum für den Sudan und die Angebote der Speditionen für den Rücktransport von Auto und Motorrad von Kapstadt nach Wien. Sollte sich aber bis spätestens nächste Woche klären lassen.
Auto und Motorrad selbst sind serviciert und reisebereit. Jetzt werden Ersatzreifen, Bezinkanister Nahrungsmitteln, Werkzeug, Ausrüstung für den Kilimanjaro sowie Gegenstände des täglichen Bedarfs im oder am Auto verstaut. Eine nicht leichte Aufgabe, da auch große Autos irgendwann voll bzw. überladen sind. Es wird wahrscheinlich doch nicht alles mitgehen, was wir heute noch für wichtig erachten.
Wie es uns dabei ergangen ist, werde ich in meinem nächsten Beitrag schreiben.
Nur noch 2 Tage
Ja es stimmt. Am Dienstag geht es los und am Mittwoch den 01.Okt.2008 um 18:00 Uhr legt die Fähre von Genua nach Tunis ab. So ist es zumindest geplant. Es war bis zum Schluß ziemlich hektisch insbesondere unter dem Gefühl die Zeit läuft und du weißt, dass du bereits hinter deinem selbstgesteckten Zeitplan liegst. Es hat aber dann doch alles geklappt. Auch das Auto ist reisefertig und fertig beladen. Einzig das sudanesische Visum haben wir leider nicht erhalten. Die Bestätigung aus Karthum zur Einreise mit unseren beidenFahrzeugen kam nicht rechtzeitig (Visumantrag mit Ende August!) und daher wird auch kein Visum ausgestellt. Afrika ohne Plan B ist sowieso nicht möglich. Dass ich diesen Plan B aber bereits vor meiner Abreise benötige ist doch etwas überraschend. Plan B sieht vor, mir die Unterlagen von Wien nach Tripolis senden zu lassen und somit dort mein Einreisevisum für den Sudan zu erhalten. Funktioniert auch das nicht, muß ich nach Kairo und kann daher nicht wie geplant über die Oase Siwa Richtung Luxor fahren.
Wie es aber tatsächlich funktioniert hat, erzähle ich in meinem nächsten Bericht
03.10.2008 Hammamet
Unsere Anreise fuehrte uns ueber Genua nach Tunis. Die 24 stuendige Ueberfahrt war ruhig und sehr angenehm. Nach den eher harmlosen Zoll und Einreiseformalitaeten gingen wir auf die Suche nach unserem bereits vorreserviertem Hotel. Einziges Problem dabei: Niemand kannte es. So landeten wir im Mercury ( 4 Sterne). Auch nicht schlecht zu einem guten Preis, da man mit uns Mitleid hatte. Heute besichtigten wir Carthago und die Altstadt von Tunis. Gegen 13:00 verliessen wir Tunis und erreichten Hammamet. Reine Touristenstadt. Ueberraschenderweise gibt es hier nur ein einziges Internetcafe. Natuerlich sehr voll. Morgen setzen wir die Reise Richtung Sousse und Sfar fort. Unser Zeitplan sieht vor, am 06.10. an der lybischen Grenze zu sein.
Bis bald.
Robert und Hopfi
08.10.2008 Tripolis-Routenaenderung
Sind endlich in Tripolis angekommen. Aufgrund dessen, dass Saro Tours in Rosenheim, wo ich alles fuer Libyen gebucht hatte, Mist gebaut hat, konnten wir nicht wie geplant am 06.10 nach Libyen einreisen. Stundenlanges warten an der Grenze und dann haben uns die Tunesischen Grenzer wieder zurueckgeschickt. Also noch eine Nacht in Tunesien. Naechsten Tag wieder an die Grenze, wieder in der Sonne stehen und warten und dann natuerlich die Frage, warum wir heute da sind, wo wir doch gestern bereits ausgereist sind. Echt muehsam und nervig. Dann endlich durften wir ausreisen und saszen an der libyschen Grenze. Wieder warten. Nach Stunden kam Mohammed endlich mit unseren Visa. Dann noch die Formalitaeten fuer Auto und Motorrad und so gegen 16:30 durften wir endlich einreisen. Sind dann bis Tripoli gefahren und haben uns mit einem guten Hotel belohnt. Die Strassen in Libyen sind gut, die Autofahrer sehr zuenftig unterwegs. Da musst du als Motorradfahrer deine Augen ueberall haben.
Heute besichtigen wir Tripoli und morgen geht es weiter Richtung Aegypten. Der Grenzuebertritt wird selbst von Libyern als muehsam und zeitaufwendig beschrieben. Wir werden es erleben. Wir planen am 12.08.2008 an der Grenze zu sein.
Aufgrund des immer noch nicht eingelangten sudanesischem Visum, muessen wir die Route aendern und nach Kairo fahren. Dort hoffen wir dann das Visum zu erhalten.
Sonst alles o.k. Melde mich wieder aus Kairo
16.10.2008 Cairo
Seit meinem letzten Eintrag hat sich doch einiges getan. Haben in Tripoli 2 Tage verbracht und besuchten auf unserer Fahrt Richtung ägyptischer Grenze die historische Ausrabungsstätte Leptis Magna. Wirklich beeindruckend. Ab dann nur mehr „Kilometerfressen“. Dabei haben wir es mit starkem Wind vom Meer zu tun. Ergibt mit dem reichlich vorhandenem Sand eine schöne „Panier“ auf der Kleidung und am Motorrad/Auto. Geht aber alles gut und wir erreichen am 12.10.2008 die ägyptische Grenze. Wir verabschieden uns von unserem lybischen Begleiter Mohammed und bereiten uns auf das Prozedere der Einreise nach Ägypten vor. Hatten ja schon einiges gelesen. Aber dass es so mühsam wird, hätten wir nicht gedacht. Unser Hauptproblem war, dass die Zöllner mit Pauspapier Motor-und Chassisnummer abrubbeln. Es gibt jedoch keine beim Nissan sondern nur eine Fahrzeugidentifikationsnummer. Beeindruckend, wo die Leute überall mit der Schere oder Messer herumgekratzt haben. Unterbodenschutz musste ebenso dran glauben wie der Rost an diversen Streben des Fahrgestells. Das Problem wurde nach Stunden durch eine Verplombung des Motors gelöst. Natürlich wurde auch diese Plombe abgerubbelt. Nach 6 Stunden erhielten wir dann endlich unsere Nummernschilder und die Driving Licence. Nachdem es aber zu regnen begann und es schon spät war, übernachteten wir in Salom gleich nach der Grenze. Fuhren am nächsten Tag bis El Alamain, wo wir uns mit dem Golf Spa Ressort Porto Marina belohnten. Irre Anlage mitten im Nichts. Hatten sogar venezianische Gondeln! Am nächsten Morgen Besichtigung der gefallenen Soldatendenkmäler der Deutschen und Italiener. Auch österreichische Namen befinden sich auf den Gedenktafeln. Traurig. Weiterreise nach Cairo. Zum Glück treffen wir sofort auf die Straße zu den Pyramiden und entkommen so etwas dem höllischen Verkehr. Nach längerer Suche und der Unterstützung eines Tankstellenpächters finden wir auch ein Hotel zum übernachten. Hauptthema ist jetzt der Erhalt des sudanesischen Visums. Die sudanesische Botschaft in Wien hat alle Unterlagen nach Cairo gesandt. Diese dann weiter nach Karthom. Jetzt heißt es warten. In der Zwischenzeit fahren wir nur mit dem Auto in die weiße und schwarze Wüste. Vielleicht kommen wir auch bis nach Luxor. Sind in 7 – 10 Tagen wieder in Cairo um nach unserem Visum zu sehen. Bis dann.

